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ULI Switzerland Round Table: Handel in der Stadt – Führt der Onlinehandel zur Erosion der Stadtzentren?

Date:
March 22, 2019
Time:
3:30 pm - 6:00 pm
Venue:
Bankhaus Rahn + Bodmer Co.
Address:
Talstrasse 15
Zürich, 8022 Switzerland

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Der Onlinehandel verändert das historisch positive Zusammenspiel von Handels- und Stadtentwicklung fundamental.

Seit einem knappen Jahrzehnt ist eine fortdauernde Umverteilung der privaten Handels-Konsumausgaben hin zum Onlinehandel festzustellen, was zu tendenziell sinkenden Umsätzen der meisten „brick & mortar“-Läden führt. Von dieser beispiellosen Entwicklung sind aktuell vor allem die Modegeschäfte (Bekleidung, Schuhe etc.) betroffen – also jener Sektor, der den Branchenmix der Stadtzentren (und der meisten Einkaufszentren) besonders prägt und wesentlich zu deren Attraktivität beiträgt („fun-shopping“). Seinen sichtbaren Ausdruck findet dies in sinkenden Passantenfrequenzen in Innenstädten und Einkaufszentren, wohingegen die Fachmarktansammlungen an der Peripherie der Städte („run-shopping“) immer noch gut funktionieren.

Damit verändert das Onlinegeschäft – stärker noch als das Auto während der letzten 100 Jahre – grundstürzend das Modell der europäisch-orientalischen Stadt, die durch einen räumlichen Handelsmittelpunkt (Marktplatz mit umliegenden Strassen) gekennzeichnet ist, und es scheint, dass sich dieser Trend kaum bis gar nicht umdrehen lässt.

Im Gefolge verändern sich nicht nur die Lebens- und Erlebnisqualität in den Stadtzentren, sondern auch die Immobilienwerte in den verschiedenen städtischen Teilräumen. Während in den Stadtzentren (insbesondere in Mittelstädten) in den vergangenen Jahrzehnten aus Sicht der Immobilieneigentümer die Handelsnutzungen in den Erdgeschossen die oftmals nur schwer vermietbaren Obergeschosse subventionierten, ist heute vielfach zu sehen, dass die Obergeschosse zunehmend als Wohnungen genutzt werden und den Ladenleerstand im EG subventionieren. In den Quartieren wird es zunehmend schwieriger, eine qualitativ hochwertige Detailhandelsversorgung aufrecht zu erhalten.

Vor diesem Hintergrund sind gemeinsame Strategien von Politik/Verwaltung, Handel und Immobilienwirtschaft gefordert, um der künftig voraussichtlich noch massiveren Gefährdung auch und gerade der grossen Stadtzentren (mit ihren bislang noch hohen, aber sehr gefährdeten Anteilen von Fashionanbietern) entgegenzuwirken. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen deshalb Fragen wie z.B.:

• Welche Veränderungen der Immobilienwerte ergeben sich aufgrund der aktuellen Entwicklungen?
• Welche Zukunft für den Handel und die Städte ist absehbar, welche wäre wünschenswert?
• Was können Städte, Händler und Immobilienwirtschaft tun, um diese Ziele zu erreichen?
• Können die aktuellen Instrumente in der Schweiz (Raumplanungsrecht, öffentliche Investitionen etc.) zur Erreichung dieser Ziele beitragen oder sind sie möglicherweise sogar kontraproduktiv?

Ablauf:

Begrüssung durch Birgit Werner, ULI Switzerland, Local Chair Zurich

Inputreferat von William Kistler, Executive Vice President and Managing Director EMEA des ICSC (International Council of Shopping Centers) und Chairman des Urban Innovation Networks und früherer President EMEA/India des ULI. Er wird das Thema (in englischer Sprache) aus europäischer und internationaler Perspektive beleuchten.

Es folgt eine Round-Table-Diskussion (in deutscher Sprache), in der das Thema aus Schweizer Sicht und anhand von zwei ausgesuchten Beispielstädten (Zürich, St. Gallen) beleuchtet wird, mit folgenden Teilnehmern:
Anna Schindler, Direktorin der Dienstabteilung Stadtentwicklung der Stadt Zürich
Ralph Bleuer, Präsident Pro City St. Gallen
Dagmar Jenni, Geschäftsführerin Swiss Retail Federation
Dr. Riccardo Boscardin, Verwaltungsratspräsident Investis Holding S.A.
Cornel Widmer, Head of Group Real Estate Investment Management, Zurich Insurance Company Ltd.

Diskussionsleitung und Gesamtmoderation: Dieter Bullinger, debecon GmbH Dieter Bullinger Consulting for better shopping destinations.

Die Teilnahme an diesem Event ist kostenlos. ULI Members erhalten bei der Vergabe der Plätze Vorrang. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über den “Register Now” Button. Die Plätze sind begrenzt, daher gilt: “first come, first serve” unter Berücksichtigung der genannten Regeln.

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